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4. Grenzwanderung

Die letzte Grenzwanderung im Rahmen des Jubiläumsjahres findet am 31. Oktober 2026 statt. Treffpunkt ist um 9:30 Uhr am Zimmerplatz in Treysa.

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, auch beim abschließenden Grenzgang dabei zu sein.

Florian Altmann,
Organisator der Grenzwanderungen und Mitglied des Festkomitees „777 Jahre Stadtrechte Treysa“

Pressemitteilung - 3. Grenzwanderung

Rund 70 Grenzgänger machten sich am 26. September 2026 in der Lehmenkaute zum dritten Grenzgang im Rahmen der Feierlichkeiten „777 Jahre Stadtrechte Treysa“ auf den Weg. Die Route führte entlang der Gemarkungsgrenzen von Treysa in Richtung Wiera und Florshain und bot den Teilnehmern neben einer abwechslungsreichen Wanderung auch interessante Einblicke in die Geschichte.
Erste Station des Grenzgangs war der Dreimärker Nr. 9. Der historische Grenzstein markiert den Punkt, an dem die Gemarkungen Treysa, Wiera und Wasenberg aufeinandertreffen. Bernd Raubert vom Stadtgeschichtlichen Arbeitskreis erläuterte den Teilnehmern die Bedeutung des Grenzsteins und gab einen ersten Einblick in die Geschichte der Gemarkungsgrenzen.
Anschließend führte die Wanderung zur „Langen Loh“. Dort erfuhren die Teilnehmer Wissenswertes über die Herkunft des Flurnamens. Die Bezeichnung geht auf die hier früher abgelöste Baumrinde zurück. Deren Säure wurde zum Gerben von Leder benötigt.
Auf dem weiteren Weg musste die Bundesstraße zwischen Treysa und Wiera kurzzeitig gesperrt werden, damit die Wandergruppe die Straße sicher überqueren konnte. Wanderführer Gerhard Hosemann vom Knüllgebirgsverein Treysa und die örtliche Polizei koordinierten die Querung problemlos und sorgten für einen sicheren Ablauf.
Gegen 12:15 Uhr erreichte die Gruppe die „Eiserne Hand“. Dort wurde ein neu angefertigter historischer Wegweiser feierlich eingeweiht. Der Florshainer Ortsvorsteher Mario Schenk, Bürgermeister Kreuter und Bernd Raubert nahmen die Einweihung gemeinsam vor. Angefertigt wurde der Wegweiser von Dirk Ernst aus Florshain nach historischem Vorbild.
Die „Eiserne Hand“ erinnert an einen bedeutenden historischen Verkehrsweg: An dieser Stelle verlief einst die Handelsstraße „Durch die langen Hessen“, welche die beiden Messestädte Frankfurt und Leipzig miteinander verband. Ein schon im Mittelalter an dieser Stelle stehender Wegweiser gab der Gewanne schließlich seinen Namen.
Im Rahmen der historischen Recherche konnte rekonstruiert werden, wie der damalige Wegweiser ausgesehen haben dürfte. Eine eiserne Hand wies in Richtung Treysa, eine weitere in Richtung des nächsten Abzweigs nach Kirchhain. Die Entfernungsangaben erfolgten in hessischen Meilen. Eine hessische Meile entspricht ungefähr 9,2 Kilometern – eine Maßeinheit, die bei der Rekonstruktion des neuen Wegweisers entsprechend berücksichtigt wurde.
Besonderer Dank gebührt auch Steinmetzmeister Martin Hahn, der den in der Nähe des neuen Wegweisers stehenden Dreimärker Nr. 8 (Treysa- Florshain- Wiera) wieder instandgesetzt hat.
Nach einer Stärkung am Getränkestand setzte die Wandergruppe ihren Weg zum Ziel des Grenzgangs fort: dem Kirchberg bei Florshain. An der dortigen Schutzhütte hatten die örtlichen Vereine Kaffee und Kuchen, Bratwurst sowie kühle Getränke vorbereitet. In einem gemütlichen Beisammensein ließen die Teilnehmer die dritte, erlebnisreiche und informative Grenzwanderung ausklingen.
Um 16 Uhr brachte ein Bus die Wanderer schließlich zurück zur Lehmenkaute nach Treysa.

3. Grenzwanderung

Im Rahmen des Jubiläums „777 Jahre Stadtrechte Treysa“ findet am Samstag, 26. September, der dritte Grenzgang statt. Wie aus der Mitteilung des Festkomitees hervorgeht, organisieren das Festkomitee, der Knüllgebirgsverein Treysa, der Stadtgeschichtliche Arbeitskreis und die Florshainer Vereine die Veranstaltung gemeinsam.

Startpunkt ist um 9.30 Uhr der Festplatz Lehmenkaute in Treysa. Die rund neun Kilometer lange Strecke folgt der Gemarkungsgrenze Treysas in Richtung Wiera und Florshain. Die Teilnahme sowie der kostenlose Bustransfer zurück nach Treysa sind kostenfrei.

Die Route führt unter anderem an der alten Handelsstraße „Durch die langen Hessen“ entlang. Dort ist um 12 Uhr die feierliche Einweihung der „Eisernen Hand“ geplant. Zudem werden an markanten historischen Orten Impulsvorträge gehalten, etwa zur Landwehr nahe des Biedenbacher Teiches oder zur Bedeutung der Flurnamen „Job“ und „Seerfeld“.

Ziel der Wanderung ist der Kirchberg nahe Florshain. Ab 13 Uhr bieten die Florshainer Vereine dort an der Schutzhütte Speisen und Getränke an. Bei schlechtem Wetter findet die Bewirtung im Dorfgemeinschaftshaus Florshain statt.

Um 16 Uhr steht ein kostenloser Bustransfer zurück nach Treysa bereit. Festes Schuhwerk ist erforderlich; die Strecke ist weder kinderwagen- noch rollstuhlgerecht.

Eingeladen sind alle Bürger sowie Gäste aus der Region. Der Grenzgang ist Teil des Jubiläumsprogramms zu „777 Jahre Stadtrechte Treysa“.

Einladung zum Michaelismarkt 2026

Der Stadtgeschichtliche Arbeitskreis e.V. lädt die Marktbesucher am Sonntag, dem 20.09.2026 in die Hospitalskapelle und den Veranstaltungsraum im Steinbau des Hospitals ein. In der Zeit von 12.00 bis 18.00 Uhr wird in der Kapelle die Ausstellung „Treysa im Spiegel der Jahrhunderte“ präsentiert, die anlässlich der 777 Jahrfeier Stadtrechte Treysa erarbeitet wurde.
Auf 11 Roll-Ups wird die Geschichte der ehemaligen Stadt Treysa präsentiert. In der Ausstellung werden die einzelnen Epochen der Entwicklung unserer Heimat und der Stadt aufgezeigt. Die Vor- und Frühgeschichte mit der ersten Besiedlung haben unseren Lebensraum ebenso geprägt wie die Zeit der Chatten, Kelten und während des Mittelalters die Franken. Eine der wichtigsten und entwicklungsgeschichtlich bedeutendsten Epochen war die Zeit der Grafen von Ziegenhain, in die auch die Stadtwerdung (1249) fiel. Es folgen die Zeit der Reformation und des verheerenden Dreißigjährigen Kriegs. Über das 17. Jahrhundert wird der Bogen bis ins 21. Jahrhundert gespannt, sodass ein Gesamtbild von Treysa entstanden ist, dass in dieser Art einmalig ist.
An einem Informations- und Büchertisch kann man sich über die ehrenamtliche Arbeit und die Veröffentlichungen des Vereins informieren. Hier werden auch die Festschriften, die Zinnmedaillen und die Tonbecher des Stadtwerdungsjubiläums (777) zum Kauf angeboten.
Ein Highlight für junge Marktbesucher ist die Station für das beliebte Kinderspiel.
Abgerundet wird das Angebot mit Kaffee und selbstgebackenem Kuchen.

Info zum Tag des offenen Denkmals am 13. September 2026

Im Rahmen der 777 Jahrfeier Stadtrechte Treysa bietet der Stadtgeschichtliche Arbeitskreis e.V. zum „Tag des offenen Denkmals“ eine Besichtigung des Hexenturms an. Der Hexenturm ist eines der Wahrzeichen der Stadt Schwalmstadt, aber nur wenige Menschen haben einmal hineinschauen können, dies wird am Tag des offenen Denkmals möglich sein. Darüber hinaus wird es viele Informationen und Erläuterungen zur Geschichte, zum Aufbau und der Funktionsweise von Wehrtürmen geben.

Der Hexenturm entging der großen „Abrissphase“ in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Vermutlich wurde er im 14. Jahrhundert erbaut. Ein in seiner Nähe stehender Turm (wahrscheinlich ein Schalenturm) wurde im Jahre 1580 abgebrochen. Der Hexenturm findet 1544 unter dem Namen „Stumpfer Turm“ urkundliche Erwähnung. Seinen heutigen Namen erhielt er aufgrund der Einlieferung einer der Hexerei angeklagten Frau in sein Gefängnisgelass im Jahre 1609.

Die Besichtigung wird von Bernd Raubert geleitet und beginnt um 14:00 Uhr am Turm.

Die Teilnahme ist kostenfrei – Anmeldungen sind erwünscht. Anmeldeschluss ist Freitag, der 11. Sept. 2026

Anmeldungen werden an Bernd Raubert erbeten – eMail: braubert@aol.com, Festnetz Nr.: 06691/22504. Anmeldungen per Telefon werden nach 18:00 Uhr erbeten.

Bernd Raubert, Stadtgeschichtlicher Arbeitskreis e.V.

Ausstellung Töpferei

Flurkarte zum Grenzgang

Stadtführer

 

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